Verleihung der Martin-Buber-Plakette an drei Religionsvertreter

Feierlicher Höhepunkt zum Ende von „Jugend im Dialog 2026“ in der Abtei Rolduc: Imam Mustafa Cimşit, Abt Adriaan J.M. Lenglet OSB und Rabbiner Aaron Malinsky erhalten die Martin-Buber-Plakette

Die Ambassade du Pays de Rode à Limbourg und insbesondere Dr. Jörg Schmitz-Gielsdorf als Mitglied des Kuratoriums zur Verleihung der Martin Buber Plakette freuen sich sehr über den Erfolg der diesjährigen Auswahl der Auszuzeichnenden. Die Träger der Martin Buber Plakette 2026  Imam Mustafa Cimşit: Religionswissenschaftler und Brückenbauer im interreligiösen Dialog,  Dom Adriaan J.M. Lenglet OSB: emeritierter Abt der Abtei Sankt Benedictusberg (Vaals, NL) und Rabbiner Aaron Malinsky: Kantor und Universitätsdozent (Antwerpen/Düsseldorf) haben gezeigt, dass es möglich ist, den interreligiösen Dialog zu realisieren. „Glauben heißt human Handeln“ fasste Imman Mustafa Cimşit die gemeinsame Basis des interreligiösen Verständnisses der drei abrahamischen Weltreligionen zusammen. Sie haben damit die Herzen der Jugendlichen gewonnen, aber auch die Herzen des Publikums, welches der Verleihung der Martin Buber Plakette bewohnte. In einem randvollen Saal in der Aula Major der ehrwürdigen Abtei Rolduc wohnten die Gäste einer exzeptionellen Veranstaltung bei, getragen durch die gehaltvollen, tiefgründigen Beiträge der Vertreter der verschiedenen Religionen, aber auch durch die interkulturell erfahrene Laudatio der Oberbürgermeisterin von Amsterdam Femke Halsem sowie die musikalische Begleitung durch die weltbekannten Pianisten Florian Koltun und seine Frau Xin Wang, die die Ungarischen Tänze von Johannes Brahms präsentierten

Die Wahl der Plakettenträger zeigte, dass die tiefgründigen, durch lebenslange Leistungen in der interreligiösen Begegnung überzeugenden und glaubwürdigen Persönlichkeiten durch das Publikum mit Begeisterung angenommen worden. Ein Kontrapunkt des Positiven wurde durch diese Veranstaltung gesetzt in einer Zeit, in der Vernunft und Zutrauen in der Begegnung zwischen den großen abrahamischen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam selten in den Medienschauplätzen der Gesellschaft sichtbar wird. Der Mut zum Thema dieser Veranstaltung, der maßgeblich durch Professor Dr. Dr. Werner Janssen verkörpert wird, fand ein verdientes Echo in den begeisterten Reaktionen des Publikums, welches sich noch lange danach im Foyer der Abtei versammelte, um sich über das Erlebte bestens bewirtet durch die hervorragende Leitung des Hotels der Abtei auszutauschen. Die mehr als tausend Jahre alte Abtei atmete wieder tief ein und umarmte die Veranstaltung mit der Ehrwürdgkeit ihrer Schönheit, um ihre Gäste nach vollbrachtem Dienst in die abendliche Sommerluft hinauszuatmen. Ein Zeugnis menschlicher Friedensbereitschaft, transkultureller Begegnung im Dialog und vor allem ein enthusiastisches Ausrufezeichen der Jugend, die das diesjährige Festival-Thema „Stille“ mit ganzem Herzen annahmen. Freundschaften entstanden hier zwischen den jungen Weltbürgern, die mit Lachen, Umarmungen, aber auch Tränen wegen des unvermeidlichen Abschieds aus dieser wundervollen Woche der Begegnung während des Festivals der Jugend im Dialog in ihre jeweils weit auseinander liegenden Heimatsorte zurückreisen mussten. Nun gilt es, diesen möglich gemachten humanen Erfahrungsschatz zu bewahren und zu nutzen!



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